
Großübung "Technische Hilfeleistung an einem Gelenkbus"
Am Samstag, 27. März nahmen wir an der Großübung des Katastrophenschutz-Löschzuges RETTEN teil. Bei der Ausbildung auf dem Flugplatz Waldpolenz wurde die Durchführung einer Rettungsmaßnahme an einem realen Objekt - hier ein Gelenkbus Typ IKARUS - geübt.
8.00 Uhr morgens trafen sich die Freiwilligen Feuerwehren Panitzsch, Polenz, Brandis, Wurzen, Bennewitz und Altenbach am Gerätehaus Brandis zur Einweisung.

Viertel vor 9 begaben wir uns dann auf den Weg nach Waldpolenz. Dort fanden wir einen umgekippten Bus, unter dem ein Pkw eingeklemmt war, vor. Im Vordergrund der Übung stand dabei die Schaffung von Zugängen für die rettungsdienstliche Versorgung von verletzten Personen, welche sich im Fahrzeuginneren befanden.
Die Ausbildung war in 3 Abschnitte eingeteilt:
Zunächst wurde der Bus mittels Rüstholz und Hebe- bzw. Kraftkissen in seiner Lage stabilisiert. Anschließend wurden durch hydraulische Rettungsgeräte, Trennschleifer und spezielle Rettungssägen Zugänge zu den verletzten/eingeklemmten Personen geschaffen. Aufgrund der Größe des Fahrzeuges und der Verletztenzahl geschah dies an 3 Stellen.


Im 2. Ausbildungsabschnitt hieß es, den ca. 12 bis 14 t schweren Gelenkbus mittels mehrerer Hebekissen aufzurichten.

Die Schaffung von Zugängen bzw. das Freischneiden von verkeilten Karosserieteilen wurde im 3. Teil erneut geübt. Auch hier kamen die hydraulischen Rettungsgeräte, Trennschleifer und Rettungssägen unter Nutzung von Arbeitsgerüsten zum Einsatz.

Für die Übung wurde von der Personenverkehrsgesellschaft Muldental (PVM) ein ausgemusterter Gelenkbus vom Typ IKARUS zur Verfügung gestellt. Aus dem Übungsfahrzeug wurden der Motor einschließlich Getriebe ausgebaut sowie die Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten aus den noch vorhandenen Fahrzeugbaugruppen abgelassen, so dass nicht mit einem Austritt von wassergefährdenden Stoffen zu rechnen war. Das Abbinden bzw. die Aufnahme derartiger Stoffe war nicht Bestandteil der Übung.